Gutes Essen macht glücklich. Manchmal gibt sich ein Restaurant bereits durch seinen Namen diese Aufgabe: Kürzlich hat in der Oststraße – mitten im Japanviertel – ein japanisches Restaurant mit dem Namen Guts’n Luck eröffnet.
Intuitiv fragte ich mich: Welche Bedeutung von des vielschichtigen englischen Begriffs „guts“ ist hier gemeint? „Guts“ bedeutet „Eingeweide“, ein „gut feeling“ ist das Bauchgefühl. Oder kommt es eher von „Courage, Schneid, Mumm haben“ – also von „that guy had guts“?
Ich habe eine KI dazu befragt und erhielt als Antwort:
„Hybridnamen sind ein beliebtes und spannendes Phänomen der japanischen Popkultur und Markenästhetik. Seit den 1980er‑Jahren greifen japanische Unternehmen und Restaurants gern auf englische oder pseudo‑englische Wörter zurück, um Dynamik, Modernität und Internationalität auszudrücken. Dabei entstehen oft kreative Mischungen aus englischen Begriffen und japanischer Lautschrift (Katakana), wie hier ガッツ&ラック (Guts & Luck).
Zusammen ergibt das eine Art Lebensmotto: Mit Mut und Glück zum Erfolg! → Diese Kombination spricht das japanische Ideal von „ganbaru“ (sich anstrengen, alles geben) an, aber mit einem augenzwinkernden internationalen Flair.
Auf ein Restaurant übertragen wirkt das wie ein Motivationsspruch: „Iss kräftig (hab Mut) und das Glück wird dir folgen!“ Der Name vermittelt gleichzeitig Energie und Spaß – besonders passend für Restaurants, die deftige, kräftige Gerichte wie Teppan‑Beef‑Rice anbieten.“
Kurz: Der Name ist typisch Japanviertel! Ein weiteres Beispiel des verspielt-internationalen Mix aus Japanisch und Englisch ist der Name der Restaurants Yaki-The-Emon: Es ist ein Hybrid aus „yaki“ (焼き, gegrillt) und einem englisch klingenden Fantasienamen. Für Westler wirkt es weniger exotisch, für Japaner humorvoll, leicht schräg und ist typisch für moderne japanische Streetfood‑Ästhetik.
Und nun zum Essen im Guts’n Luck:
Alle beginnt ein wenig wie bei MacDonald’s – mit einer Bestellung am Bildschirm. Bezahlt werden kann nur mit Karte. Und wenn man vorab schon Trinkgeld geben möchte, sollte man beachten, dass das Gerät mit US-Software ausgestattet ist, die bei Komma-Beträgen den Punkt statt des Kommas verlangt.
Serviert wird eine heiße Gusseisen-Pfanne, in der es nur so brutzelt: In der Mitte Reis, drum herum das gewünschte Fleisch und etwas Beilage. In unserem Fall Sojabohnen und Mais.






Die einzelnen Zutaten sind völlig ungewürzt und damit verdammt fad. Da MUSS etwas Geschmack dran. An jedem Tisch gibt es zwei verschiedene Saucen sowie Salz und Pfeffer. Wir waren sehr vorsichtig mit der als „scharf“ bezeichneten roten Sauce und mussten mehrfach nachwürzen, bis wir ausreichend Geschmack im Essen hatten. Also wirklich scharf war sie nicht – Tabasco kann da mehr ;) Unserer Ansicht nach sollten beide Saucen kombiniert verwendet werden – eine allein war doch ein etwas einseitiger Geschmack.
Am Anfang ist die Auswahl noch nicht sehr vielfältig und wir wurde gefragt, ob und welche Verbesserungsvorschläge wir hätten. Ich schlug mehr unterschiedliche Gemüse vor – denn wer häufiger herkommt, für den wird es aktuell schnell langweilig. Das Gleiche gilt auch für die Würz-Möglichkeiten.
Fazit: Für eine Mittagspause ist das Restaurant prima: schnelles Bestellen, es dauert keine Ewigkeiten bis zum Servieren, dann Umrühren, würzen mit den Saucen und Essen. In einer halben Stunde haben wir es nicht ganz geschafft, lagen aber nur knapp drüber. Aber ein kulinarisches Highlight war es nicht – eher „solide Hausfrauenküche“. Da könnte sich die Brickny-Gruppe – deren Schwerpunkt die Takumi-Restaurants sind – durchaus etwas mehr einfallen lassen.
Adresse:
Guts’n Luck
Oststraße 63
Düsseldorf-Stadtmitte

