Ein Stück Berliner Mauer beim Landtag

In dieser Woche feiern wir Deutschen wieder den „Tag der Deutschen Einheit“. Tief im Westen Deutschlands – in Nordrhein-Westfalen – war selbst zu Wiedervereinigungszeiten 1989/1990 nicht allzu viel von Deutscher Teilung, politischer Wende und Wiedervereinigung zu spüren. Sehen und spüren kann man dieses Thema in Düsseldorf auch heute eigentlich nur an zwei Stellen: Am Denkmal deutsche Einheit vom ZERO-Künstler Heinz Mack an der Berliner Allee und im Rheinpark im Medienhafen.

Dort steht – leicht zu übersehen mitten auf einer grünen Wiese – ein Stück Berliner Mauer, mit Blick auf das Stadttor, im Hintergrund das orangefarbene Portobello-Wohn-Hochaus, und in unmittelbarer Nähe zu den politischen Akteuren des Landtags:

Ist das ein Engel, der mit Blick aufs Stadttor und zu Füßen der auf den Rheinwellen tanzenden Schiffe eingeflogen ist?
Bunt bemalt oder besprayt mit eleganten Formen – hier fehlt die Einbettung in ein Gesamtbild
Tafel am Fuß des Mauerstücks, die den Mahnmal-Charakter hervorhebt.

Die Bild-Zeitung hat das Stück Berliner Mauer dem Land NRW geschenkt.
Der Axel-Springer-Verlag war immerhin der letzte Zeitungsverlag der Bundesrepublik Deutschland, dessen Zeitungen die „DDR“ immer in Anführungszeichen als „die sogenannte DDR“ schrieben. Erst zwei oder drei Jahre vor dem Mauerfall hörten sie damit auf. Knapp zu früh aufgegeben…
Und ich kann mich noch an meinen ersten Arbeitsvertrag im Axel-Springer-Verlag erinnern, wo ich als Volontärin der „Bild“ ebenso wie als Redakteurin der „Welt am Sonntag“ in der Tendenzklausel unterschreiben musste, dass ich mich für zwei Dinge einsetzen werde: Für die Einheit Deutschlands und für die Aussöhnung mit Israel.

Und wenn Sie nun Interesse an den oft übersehenen Dingen im Medienhafen haben, dann führe ich Sie gerne! Kontaktieren Sie mich einfach!

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