Christus hängt als KZ-Opfer an der Rochuskirche

Am Turm der Rochuskirche (St. Rochus) in Pempelfort hängt eine Christusfigur – außen, weithin sichtbar. Es ist der Gekreuzigte, aber ohne Kreuz. Mit weit auseinandergestreckten Armen und übereinanderliegenden Füßen. Die Figur hat der Düsseldorfer Bildhauer Bert Gerresheim für den Düsseldorfer Katholikentag 1982 gefertigt – und sie hat eine doppelte Funktion: Neben dem Christus am Kreuz dient sie gleichzeitig als Mahnmal für Maximilian Kolbe (https://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_Kolbe).

1982 wurde der katholische Pater als Märtyrer von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen. Maximilian Kolbe war ein polnischer Franziskaner-Mönch. Er wetterte aktiv gegen die Nationalsozialisten und wurde im Konzentrationslager Auschwitz umgebracht. Zum Märtyrer machte ihn, dass er sich gegen einen zum Tode verurteilten Mithäftling austauschen lies, der dadurch den Krieg überlebte. Pater Kolbes Todestag ist der 14. August 1941 – in dieser Woche jährt er sich zum 80. Mal.

Der Beweis, dass mit der Christusfigur der Pater Maximilian Kolbe gemeint ist, findet sich auf dem linken Unterarm der Figut: Dort ist Kolbes KZ-Nummer 1670 „eintätowiert“.

Ein empfehlenswerter Podcast zum Leben und Wirken Maximilian Kolbes findet sich im WDR Zeitzeichen: https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/maximilian-kolbe-franziskaner-100.html

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PS: Für das herangezoomte Foto des Arms mit der KZ-Nummer danke ich herzlich der „Kirchengemeinde Heilige Dreifaltigkeit, Düsseldorf“, die mir das Bild unkompliziert, schnell und vor allem kostenlos zur Verfügung gestellt hat!

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