Dem Schadow seine Straße

Liegt da ein Schatten über dem Namen? Erstaunlich viele Neu-Düsseldorfer sprechen die Schadwostraße mit englischem Zungenschlag aus: Shadow = Schatten… fehlt nur noch Street. Der Preuße Wilhelm von Schadow mit S-C(!)-H würde sich im Grabe umdrehe, hörte er diese Aussprache. Berlinern wäre das nicht passiert – sie kennen sich mit dem -ow am Wortende von Ortsbezeichnungen wie Pankow, Kladow, Gatow, Buckow etc. aus. Die Endung ow verweist auf den slawischen Ursprung der Besiedelung.

nicht sehr hoch – ideal zum Übersehenwerden: Der Gedenkstein für Wilhelm von Schadow an der Ecke Schadowstraße/Liesegangstraße

Die Schrift ist schon etwas verwittert.

Doch weshalb wurde nach dem Herrn von Schadow eine große Straße benannt? Na klar – er war wichtig 🙂
Sein vollständiger Namen ist Friedrich Wilhelm von Schadow – und er hat als Gründer der Düsseldorfer Malerschule, aus der später die Kunstakademie wurde, einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Werden Düsseldorfs als Kunststadt genommen.
Hier ist sein Eintrag bei Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_von_Schadow

Er war der Sohn eines der wichtigsten Künstler Preußens und des bedeutendsten Bildhauers der Klassizistik: Johann Gottfried Schadow. Und wenn Ihnen der Name „Schadow“ nichts sagt und Sie meinen, so berühmt könne der doch nicht gewesen sein: Von Vater von Schadow stammt die Quadriga auf dem Brandenburger Tor. Sehen Sie: Sie kennen doch das wichtigste Werk von ihm…

Über die Düsseldorfer Kunstakademie:
https://www.kunstakademie-duesseldorf.de/
Hier mehr zur Düsseldorfer Malerschule:
https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorfer_Malerschule

Haben Sie nun Interesse an einem Rundgang mit mir zu den oft übersehenen und doch so wichtigen Punkten der Stadt? Gerne führe ich Sie durch Düsseldrf – kontaktieren Sie mich!

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