Auf der Straße stehen Nackte des jungen Wilden

Vor dem Andreasquartier, dem ehemaligen Amts- und Landgericht in der Mühlengasse, ist derzeit eine kleine Open-Air-Kunstausstellung zu sehen: vier quietschbunte, überlebensgroße Frauen in den Farben gelb, blau, rot und flieder. In ihrer Nacktheit strahlen sie eine überbordende Lebensfreude aus. Angesichts der derzeitigen Temperaturen scheinen sie den „rhein’schen Strand“ mit der Mittelmeerküste oder der Karibik zu verwechseln. Laue Lüfte fahren durch ihr Haar, die Frauen wirken mit eins mit sich selbst, stark, völlig unaufgeregt und vor allem strahlen sie Kraft, Zufriedenheit und Glück aus.

„Schattenskulpturen“ nennt der Künstler Stefan Szczesny (https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Szczesny) seine Werke und gibt ihnen häufig Frauennamen: Daphne und Aurora sind allerdings in Düsseldorf nicht zu sehen.

Als Mitbegründer und einer der Protagonisten der Kunstbewegung der „Jungen Wilden“ odr auch NeuenWilden“ wurde Szczesny international bekannt. Heute gilt der in München Geborene als einer der wichtigsten „Kölner“ Vertreter dieser Bewegung. Aus Düsseldorf zählen Moritz Reichelt, Albert Oehlen, Markus Oehlen, Martin Kippenberger, Werner Büttner, Horst Gläsker, Hartmut Ritzerfeld, Franz-Bernd Becker und Bernhard Martin dazu. Die bekanntesten Vertreter sind aber wohl A.R. Penck, Elvira Bach, Rainer Fetting, Walter Dahn, Siegfried Anzinger und auch der Österreicher Herbert Brandl angehörten. So weit hergeholt sind meine Assoziationen mit der Mittelmeerküste nicht, schließlich lebt der Künstler im südfranzösischen Saint Tropez. Auch in der Karibik – auf Saint Lucia – war er bereits tätig. Und natürlich hatten diese Orte auch Einfluss auf seine farbenfrohen Werke.

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