Der Beweis: Düsseldorf ist ein Dorf

Jedes Jahr im Frühling bieten die Wiesem am Rheinufer die gleiche Szene: Kinder jauchzen begeistert „die Määähs sind niiiiedlich“ und Spaziergänger zücken die Smartphones zum Fotografieren. Zu putzig sind vor allem die frischgeborenen Lämmer mit ihren hell klingenden Stimmchen. Ich gebe es zu, dass ich selbst eine Schwäche für die schwarzen Schafe habe. Vor allem freue ich mich aber darüber, dass die entlang des Rheins wandernde Schafherde allen klar macht, dass Düsseldorf seinen Namen doch zu Recht hat: Im Herzen sind wir ein Dorf – wenn auch auch großes.

Nicht nur in der Stadtmitte, sondern auch in den südlichen Rhein-Anrainer-Stadtteilen wie hier in Hamm, sind die Schafherden zu finden:

Düsseldorf-Hamm – im Hintergrund die Hammer Eisenbahnbrücke

Natürlich sind Schafe Nutztiere. Und diese hier machen sich gleich mehrfach nützlich: Als lebender Biologie-Unterricht für die Kleinen, als Erinnerung- und Sehnsuchtsprojektionen, als tierische Rasehmäher („Rasen-Määäääh-er“) agieren sie als Landschaftspfleger, als nützliche Lieferanten von Wolle und nicht zuletzt auch als Leckereien auf unseren Tellern. Nicht ganz das Salzwiesenlamm der Nordseeküste, aber doch verdammt lecker.

Doch eine Aufgabe vergessen die meisten Menschen: Die Schafe schützen uns. Nein – sie vertreiben keine Feinde, dazu sind sie viel zu friedfertig. Sie verteidigen uns, indem sie einfach herumlaufen. Mit ihren Klauen trampeln sie den Boden fest. So nimmt ihn das nächste Hochwasser – und das kommt bestimmt – nicht mit. Sie schützen unsere Rheinwiesen vor Erosion. Schließlich wollen wir doch nicht, dass die Dämme brechen und damit Häuser gefährdet. Oder der fruchtbare Boder der Hochwasser-Schutzwiesen weggeschwemmt wird.

Dass die Schafe auch etwas zurücklassen, liegt in der Natur der Sache. Immer wieder beschweren sich Menschen, die beim Spaziergang über die Wiesen über die Köttel. Doch muss ich zugeben: Die Hinterlasenschaften von Hunden, deren Besitzer meinen, an Spazierwegen und auf Wiesen die Hundescheiße nicht einsammeln zu müssen, empfinde ich als deutlich übler.

Haben Sie nun Interesse an einem Spaziergang durch Düsseldorf? Gerne führe ich Sie – und erzähle die Geschichten der Stadt. Kontaktieren Sie mich!

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