Heißt er nun Yuccatan-Platz oder Monaco-Platz?

Die korrekte Antwort auf diese Frage findet sich auf keinem Stadtplan. Denn weder Yuccatan-Platz noch Monaco-Platz gibt es laut Straßenverzeichnis in Düsseldorf. Dafür gibt es drei Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt den Stresemannplatz. Und der steht voller Yucca-Palmen. Diese wurde in Hügel aus Autoreifen eingepflanzt. Und schon waren die Düsseldorfer wieder mit kreativen Spitznamen dabei: Yuccatan – kommt eindeutig von den Palmen. Oder Monaco, weil es an die Formel-1-Rennen unter Palmen und mit viel Gummi von den Autoreifen der Renn-Boliden erinnert. Sie haben die Wahl, welchen der Spitznamen Sie übernehmen – ich habe mich für Monaco-Platz entschieden 🙂

Wie fast alles, was in Düsseldorf etwas skurril anmutet, ist auch die Gestaltung dieses Platzes Kunst. Tita Giese heißt die Künstlerin, die auch einen Eintrag bei Wikipedia hat:
http://www.tita-giese.com/

Sie war eine Schülerin von Joseph Beuys und beschäftigt sich viel mit Pflanzen in ihren lebenden Kunstwerken. Sie pflanzt ihre Kunst in den öffentlichen Raum und arbeitet auch mit berühmten Architekten zusammen, beispielsweise mit Herzog und de Meuron in Basel (ja – die, die für die Elbphilharmonie in Hamburg verantwortlich sind).

Kunst muss nicht jedem gefallen – ich finde den Platz, in den sechs Straßen einmünden, so viel schöner als wäre er eine „normale“ Asphalt-Kreuzung….

Da hatte die Düsseldorfer Boulevardzeitung Express das Ende des Kunstwerks 2010 wohl zu früh ausgerufen 🙂 Millionen-Kunstwerk kraenkelt – Palmen-Tod am Stresemannplatz

Dieser Beitrag wurde unter Besondere Orte in Düsseldorf, Kunst und Kultur, Stadtviertel, Tipps und Infos veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.