Die größte Dezimaluhr der Welt

Auf der Altstadt-Seite des Rheinturms geht eine lange Reihe gläserner Halbkugeln den Turm entlang bis ganz nach oben. Innen drin sind Lampen installiert, deren Leuchtkraft tagsüber nicht zu sehen ist. Aber nachts umso mehr – denn sie ersetzen den Düsseldorfer die Armbanduhr beim Altstadt-Besuch. Ein Blick auf die laut Guiness Buch der Rekorde „größte dezimale Zeitanzeige“ der Welt genügt, und schon weiß der Betrachter die Uhrzeit … ein wenig Übung vorausgesetzt. Das ist so ähnlich wie zu Kindergarten-Zeiten, als man das Lesen der Uhr auf dem Ziffernblatt erlernte.

Offiziell hei0t diese Uhr „Lichtzeitpegel“ – hier ist ihr Eintrag im Online-Lexikon Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtzeitpegel

Der Erfinder dieser einmaligen Uhr war der Düsseldorfer Künstler Horst H. Baumann, der vor allem für seine Laserskulpturen bekannt ist. Hier auch sein Eintrag bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Horst_H._Baumann

Baumann wurde insbesondere durch seine Lichtskulptur „Laserscape“ in Kassel berühmt. Der Laserstrahl, der die Stadtmitte mit dem Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe verbindet, avancierte seit der Dokumenta 6 im Jahr 1977 zu einem Wahrzeichen der nordhessischen Stadt.

Welch große Rolel Licht in seinem Leben spielte, belegt die Tatsache, dass er seine Briefe „mit lichtvollen Grüßen“ unterschrieb. Baumann verstarb vor wenigen Wochen: https://rp-online.de/kultur/horst-h-baumann-der-entwickler-der-uhr-am-rheinturm-gestorben_aid-39103651

Bleibt „nur“ noch die Frage, wie die Uhr am Rheinturm denn zu lesen ist.
Mein Tipp: von unten beginnen – denn die Sekunden sind einfach nachzuvollziehen. Dann zu den zwischen den roten Ringen gelegenen Minuten vorarbeiten und zum Schluss die Stunden „entziffern“.
Hier eine kleine Lese-Hilfe:

vvon oben nach unten gelesen: 1 – 6 : 0 – 6 : 5 – 4

Die auf dem Foto angezeigte Uhrzeit ist also: 16 Uhr, 6 Minuten (null ist nichts und daher dunkel) und 54 Sekunden. Ergo muss das Foto im Winter aufgenommen worden sein 😉

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